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Berichte: ==>>
Urspringen-
jedes Jahr für eine Überraschung gut (Erfahrungsbericht
von Anja Schipper, Dittlofsroda) Wir hatten uns natürlich vorher auch alle über das Wetter unterhalten und
ich hatte im Internet recherchiert, dass es Dauerregen geben würde und nur zwei
Stunden Sonnenschein zu erwarten wäre. Deshalb kamen natürlich gleich
Ersatzsocken und, wie ich gehört habe bei manchen sogar Thermohosen ins Gepäck.
Zugegeben Sonnencreme hatte ich auch dabei, aber das war eher, um das
Wunschwetter auszudrücken. Andere hingegen haben nicht nur Sonnencreme
eingepackt, nein, sie haben sogar schon Spaghetti-Träger-Tops angezogen, um
möglichst braun zu werdenJ. So, die anderen drei Pferde vom Zeitzhof, die auch mitgefahren sind,
möchte ich natürlich auch erwähnen, denn auch sie wurden fleißig vorbeireitet. Die
übrigen Pferde mussten direkt vor dem Turnier für die Reisenden im normalen
Reitunterricht einspringen. Am Samstagmorgen wollten wir ja eigentlich um sieben Uhr aufbrechen.
Claudia war auch überpünktlich schon um sechs Uhr am Stall und hat alles
gepackt und noch mal schnell die Ausrüstung gesäubert. Um 6.40 Uhr bin ich dann
auch mit den zwei Wallachen Orri und Hagnarsson am Stall erschienen, die haben
sich auch schon auf die Reise mit den drei schicken Damen gefreut, aber oh
Schreck, wo sind denn der Pferdhänger, Micha und Thomas? Wenige Minuten nach
meinem Eintreffen kam dann auch Micha an und erzählte uns, dass Thomas bis eben
noch im Bad war und jetzt den Reifedruck am Hänger überprüft. Mittlerweile war
es auch schon kurz nach sieben und Xenia und Anna meine Mitreiterinnen sorgten
noch für den Feinschliff im Pferdefell. Irgendwann so um 7.20Uhr war dann auch alles verstaut und wir konnten
losfahren. Da ich mit Hildegard im Pkw ohne Hänger unterwegs war, trafen wir
zuerst in Urspringen ein. Ich hetzte an die Meldestelle und wurde schon ganz
nervös, denn die ersten Teilnehmer ritten schon ihre Pferde warm und ich musste
verkünden, dass ich noch auf die Ankunft der Pferde warte. Zum Glück gab es
neben ein wenig Gespött auch tröstende Worte und da erschien auch schon der
Hänger am Horizont, was für eine Erleichterung. Jetzt wurden noch schnell Paddocks aufgebaut und dann nichts wie auf die
Pferde. Die Prüfung an sich lief bei Xenia auf Asta und Anna auf Otra zum Glück
so gut, dass sie am Nachmittag wieder aufsatteln durften. Orri und ich, na, ja
sagen wir mal so, an uns können sich bestimmt einige erinnern, denn an sich war
der Kleine ja ganz vernünftig, nur der Galopp, der für seine Verhältnisse im
normalen Tempo stattfand, kürzte er des Öfteren über den Rasen ab. Da wir durch
die Kurven gesaust sind und es wohl recht spektakulär ausgesehen hat, waren
einige Zuschauer der Meinung er sei „ganz schön durchgegangen“. Der Trab war
halt dann leider auch erst nach dem Galopp zu sehen, aber dafür war es seine
erste Prüfung auf seinem ersten Turnier. Mit Hagnarsson hat es dann leider auch
nicht ganz gereicht, aber da muss ich ihn in Schutz nehmen, denn der Fehler lag
bei mir. Tja, die Töltprüfung durften wir dann auch noch im Trockenen reiten, da hat
sich dann auch Orri nochmals richtig angestrengt und hat es mit mir bis zur
Endausscheidung geschafft. Leider sind sowohl Xenia auf Gletta und Anna auf
Otra, als auch ich mit Hagnarsson „gescheitert“. Nach der Töltprüfung fing dann der Dauerregen auch schon an und wurde
erbarmungslos vom Rhönwind begleitet. Es wurde also leider richtig ungemütlich.
Anna und Xenia sind dann noch tapfer nach der Mittagspause und der
Geschicklichkeit ihre Viergangendausscheidung geritten. Auch die Halfterklasse
haben sowohl Hildegard und Hagnarsson, als auch ich und Orri noch tapfer
überstanden. Danach ging es dann auch ziemlich aufs Gemüt,
Xenia und Anna sind nach Hause gefahren, um noch für die bevorstehende
Chemiearbeit zu büffeln und haben vorher ihre Pferde, die von der
Endausscheidung kamen, in den Hänger gestellt. Als ich mit Orri von der
Halfterklasse kam und ich dann mit ihm, wieder gut eingedeckt, im Windsschatten
vom Hänger stand zitterte er immer noch kräftig. So entschloss ich mich - hin
und her gerissen von meinen Gefühlen - doch lieber vorzeitig heim zu reisen, um
mein Pferd zu schonen und nicht noch eine Lungenentzündung oder ähnliches „nur wegen einem Schleifchen“ zu riskieren.
Wir waren alle klatsch nass geregnet und den kalten Wind aus der Rhön sind wir
doch nicht gewohnt. Als wir dann alle zusammen schnell eingepackt hatten und
nach Hause gefahren sind, haben wir uns schon gefreut, als wir einem strahlend
blauen Himmel entgegenfuhren. Doch als wir in unser Dorf einfuhren, öffneten
sich die Himmelsschleusen und ein tosendes Gewitter brach über uns herein.
Thomas hat deshalb erst einmal unseren Stall angefahren und Hildegard ist mit
Hagnarsson mutig in den schützenden Stall gestürmt, Claudia stand neben Orri im
Hänger und überlegte, ob sie jetzt wirklich nochmals nass werden wollte. Doch
da kam die Rettung: Micha riss den Führstrick an sich und rief „ich habe meine original
Island- Regenhose an, da werde ich nicht nass“ und flitzte Hildegard hinterher
in den Stall. Nun mussten noch die drei Stuten heimgebracht und gut versorgt werden.
Anschließend wurde in der Sattelkammer nochmals ordentlich eingeheizt und wir
ließen dort den Abend noch gemütlich ausklingen. Natürlich haben wir über die
vielen Eindrücke geredet und viel gelacht. Aber ich habe wieder einiges dazugelernt, auch wenn die Konkurrenz in
Urspringen dieses Jahr richtig gut war und das Wetter nicht ganz so mitgespielt
hat. Wir, und damit spreche ich für alle, freuen wir uns schon wieder auf das
nächste Jahr, denn Spaß hat es auch diesmal wieder gemacht und das sollte
schließlich im Vordergrund stehen! Alle Ergebnisse könne auf der Homepage des IPZV-Unterfranken nachgelesen
werden: http://www.ipzv-unterfranken.de (©Anja Schipper) |